DRA Deutsches Rundfunkarchiv
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Die digitalisierten Sendemanuskripte
Der schwarze Kanal
- Einführung -

Die im Historischen Archiv des DRA archivierten Sendemanuskripte Der schwarze Kanal sind aus der Tätigkeit Karl-Eduard von Schnitzlers als Autor und Moderator der Sendereihe zwischen 1960 und 1989 entstanden. Sie bildeten die Grundlage für seine Kommentierung von Filmausschnitten westdeutscher Fernsehsendungen. Der Bestand hat einen Umfang von ca. 12 laufenden Metern, was in etwa einer Anzahl von 50 000 Blatt entspricht. Außerdem existieren vorarchivische Findkarteien, die die Redakteure der Sendereihe zur Recherche nach bestimmten Filmaufzeichnungen des Fernsehens der Bundesrepublik genutzt haben. Bis zu ihrer Erschließung und endgültigen archivtechnischen Bearbeitung wurden die Sendemanuskripte in 120 Stehordnern aufbewahrt. Die Materialien sind im Deutschen Rundfunkarchiv vollständig archiviert worden, d.h. es gab keine Kassationen. Lückenhaft ist die Überlieferung der Jahre 1961-1965 und 1971. Aus diesen Zeiträumen fehlen Unterlagen von 35 Sendungen. Verwiesen sei in diesem Zusammenhang darauf, daß die Beiträge des Fernsehens der DDR seit Mitte der 60er Jahre vom Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS) beobachtet und ausgewertet wurden. Diese sogenannten 'Ost-Aufzeichnungen' enthalten auch inhaltliche Zusammenfassungen der Sendungen Schwarzer Kanal. (Anm.: Die Unterlagen des RIAS befinden sich ebenfalls im Deutschen Rundfunkarchiv.)
Beim Deutschen Fernsehfunk (DFF) bzw. Fernsehen der DDR sind, wie bei Magazinsendungen üblich, nur die Filmbeiträge archiviert worden, nicht aber die 'live' gesprochenen Kommentare des Moderators. So sind fast alle Gesamtsendungen schon kurz nach ihrer Ausstrahlung gelöscht worden. Die Entscheidungen über die Freigabe zur Löschung traf Karl-Eduard von Schnitzler persönlich. Vor diesem Hintergrund erlangen die schriftlichen Unterlagen vom Schwarzen Kanal ihre besondere Bedeutung. Gleichwohl sind im DRA nicht nur die Manuskripte der Sendereihe archiviert, sondern auch die ca. 370 im Bewegtbild erhalten gebliebenen Sendungen selbst. Daß sie heute noch vorhanden sind, ist verschiedenen Institutionen der Bundesrepublik Deutschland zu verdanken, die seit Ende der 50er Jahre Sendungen des DDR-Fernsehens aufgezeichnet haben. Diese sogenannten 'Ost-Aufzeichnungen' sind u.a. vom Bundesarchiv und von der Bundeszentrale für politische Bildung 1995 an das Deutsche Rundfunkarchiv abgegeben worden.

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Die Dokumentenarten

Um einen ersten visuellen Eindruck von der Art der Sendeunterlagen Der schwarze Kanal zu vermitteln, werden im folgenden Dokumente aus einer Sendung von 1989 gezeigt, die als beispielhaft für den Gesamtbestand angesehen werden können.

  1. Titelblatt
  2. Inhaltsbeschreibung / Annotation
  3. Ansage
  4. Manuskript
  5. Laufplan / Sendefolge der Westeinspiele
  6. Abhörberichte von Sendungen des BRD-Fernsehens
  7. Einschätzungen der Sendung / Einschaltquoten
  8. Varia, wie Zeitungsausschnitte oder Briefe

(Anm.: Für die früheren Jahre existieren meist nur die Manuskripte und die Abhörberichte!)

Titelblatt 1. Titelblatt 19.06.1989 'Euro-Nazis'. Annotation 2. Annotation 19.06.1989.


Ansage3. Ansage für den 19.06.1989. Manuskript 4. Erste Manuskriptseite der Sendung vom 19.06.1989 mit handschriftlichen Vermerken von Karl-Eduard von Schnitzler.

Sendelaufplan5. Reihenfolge der Westeinspiele für die Sendung vom 19.06.1989.
'B+T' steht für: 'Bild und Ton BRD-Fernsehen'.
Abhörbericht6. Seite aus einem Abhörbericht des Westfernsehens.
Der verwendete Ausschnitt ist markiert.

Programmwertung 7. Bericht der 26. Programmwoche. Einschaltquoten 7. Sehbeteiligung / Einschaltquoten für die Woche vom 09.06.-14.06.1989.

Programmeinschätzung 7. Einschätzung der Sendequalität
durch einen Mitarbeiter des Fernsehens.


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